28.10.2008, 16:27
Durch den Polizisten Heiko Günther aus Hundisburg geht die Ruine derzeit als "Spukruine Nordhusen" durch die Medien und durch die Foren.
Herr Günther behauptet, daß es an der Ruine ungewöhnliche Erscheinunge gebe, die nur er auf Foto und Film festhalten könne.
Im Rahmen des Pararesearch 2008 ist Paranormal Nord zusammen mit anderen Teams des Ghostwatchers-Netzwerks der Sache auf den Grund gegangen.
Zitat:Ruine NordhusenZeitraum: 1. bis 4. Mai 2008
Zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung
1218 war Nordhusen bereits eine bedeutende Ansiedlung
mit wahrscheinlich städtischen Zügen. Hierfür
spricht jedenfalls der ungewöhnlich große romanische
Westquerturm der Ortskirche. Nach dem sich bis Mitte
des 15. Jahrhunderts der Siedlungsschwerpunkt
nach Hundisburg verlagert hatte, wurde Nordhusen
wüst und lediglich die Turmruine blieb stehen. Die Gewölbe
des Kirchenschiffes stürzten 1780 ein und der
Standort der Wassermühle wurde noch bis 1845
genutzt.(Quelle: "Archäologische Kulturdenkmale im Ecomusée
Haldensleben-Hundisburg", Prospekt zum Museumslehrpfad Haldensleben/Hundisburg)
Teilnehmer:
- Knut und Silke (Paranormal Nord)
- Jörg Paranormal Süd)
- Andreas und Marcus Paranormal West)
- Andre Paranormal Investigation Niedersachsen)
- Olga (Ghostwatchers)
- Max und Marcus (Research And Investigation Group Berlin)
Vorabbegehung
Am Nachmittag des ersten Tages begingen wird die ersten Orte, die wir uns als PU-würdig ausgesucht hatten. Natürlich besichtigten wir zunächst die Kirchenruine Nordhusen und anschließend auch den Galgenberg, der in Sichtweite und Gehweite (einmal über den Acker) von der Ruine lag.
Die Ruine liegt an der Niederung der Beber, die dicht an der Ruine vorbeifließt. In Sichtweite befindet sich noch ein Teich (Der Mühlenteich?).
![[Bild: blick_auf_den_mhlenteich.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/images/stories/pararesearch2008/blick_auf_den_mhlenteich.jpg)
20 bis 30 Meter östlich der Ruine geht es steil eine Schlucht hinab in den alten Steinbruch, der mittlerweile mit Wasser geflutet ist, und als Angelgewässer dient. Dies stellt eine in der Dunkelheit nicht zu unterschätzende Gefahr dar, so daß wir vor der PU die Schlucht deutlich mit Knicklichtern markieren würden.
![[Bild: steinbruch.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/images/stories/pararesearch2008/steinbruch.jpg)
In Sichtweite der Ruine Richtung Süden konnten wir einen Windpark sehen, der sich über den gesamten Horizont erstreckte.
![[Bild: ruine_mit_windkraftanlagen.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/images/stories/pararesearch2008/ruine_mit_windkraftanlagen.jpg)
Ruine sowie der Galgenberg sind von einer Feuchtwiese umgeben, auf der uns auch der ein oder andere Frosch begegnete. Feuchtwiesengebiete sind allerdings die typische Landschaft der Börde.
![[Bild: frosch.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/images/stories/pararesearch2008/frosch.jpg)
Für den Abend beschlossen wir, uns in zwei Teams aufzuteilen, die die Ruine und den Galgenberg gleichzeitig untersuchen würden, in der Nacht würden dann die Teams als Kontrollgruppen die Locations wechseln.
PU Spukruine Nordhusen
1. Team
Investigatoren: Olga, Knut, Andreas, Marcus
Datum: 1. Mai 2008
Beginn der PU: 21:00 Uhr
Temperatur: 15.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 73%
Wie geplant markierten wir zunächst das Steilufer zum Steinbruch mit Knicklichtern. Da Himmelfahrt war und die Nacht zunächst noch laue Temperaturen hatte, mußten wir mit Ausflüglern leben, die am anderen Ende des Sees ein Grillfest feierten. Sonst waren wir an der Ruine jedoch ungestört, bis auf Vogelgesang durch Schilfrohrsänger und Nachtigallen, sowie das ständige Quaken der Frösche. Auch Fledermäuse konnten wir entdecken und auch auf Video bannen.
Wie erwartet, blinken am Horizont die roten Warnlichter an den Windrädern des Windparks.
![[Bild: 20080509_1657777507_100_4942.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1657777507_100_4942.jpg)
Auch vom Bach, vom Mühlenteich und vom Steinbruchsee stieg leichter Nebel auf. Auch auf dem Gras bildete sich starker Tau, der bald unsere Schuhe durchnäßte.
![[Bild: 20080509_1221804889_crw_1918.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1221804889_crw_1918.jpg)
Durch die starke Feuchtigkeit wirkt das Gras auf den Fotos fast gefroren oder mit Schnee bedeckt, es handelt sich jedoch um Tau, der vom Blitzlicht reflektiert wird. Auch waren sehr viele Insekten „unterwegs“.
Wir stellten eine Videokamera mit Weitwinkelobjektiv und Infrarotscheinwerfer so auf, daß sie das Gelände komplett im Blickfeld hatte. So hatten wir eine Kontrollkamera zur Überwachung der PU.
Eine Kamera mit Nachtaufnahme ohne Infrarot-Unterstützung ähnlich dem Modell wie es Herr Günther einsetzt, stellten wir an der Südseite der Ruine mit Blick auf den Wachholderbusch und somit der Windkraftanlage auf.
Eine weitere Nightshotkamera wurde auf die Ruine ausgerichtet, die letzte sollte später als mobile Kamera für Tests dienen.
Nun begannen wir, mit allen möglichen Kameras Fotos zu schiessen. Zunächst hatten wir keinen Erfolg, aber nach und nach hatte jeder den Dreh raus, und aufgrund der immer höheren Luftfeuchtigkeit durch die sinkende Temperatur konnten wir wunderschöne Orb-Fotos schiessen und die Phänomene, die Herrn Günther Kopfzerbrechen bereiten, auf Foto und Video bannen.
![[Bild: 20080509_1065565998_crw_1928.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1065565998_crw_1928.jpg)
![[Bild: 20080509_1247261850_100_4941.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1247261850_100_4941.jpg)
![[Bild: 20080509_1503915695_100_4932.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1503915695_100_4932.jpg)
Je nach Blickrichtung, eingesetzter Kamera, Blitzlicht und natürlicher Umgebung variieren die Orbs in Farbe und Größe.
![[Bild: 20080509_1562436306_crw_1970.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1562436306_crw_1970.jpg)
![[Bild: 20080509_1657777507_100_4942.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1657777507_100_4942.jpg)
![[Bild: 20080509_1679108779_100_4967.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1679108779_100_4967.jpg)
![[Bild: 20080509_1815683049_100_5019.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1815683049_100_5019.jpg)
![[Bild: 20080509_2006563161_crw_1939.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_2006563161_crw_1939.jpg)
Die Ruine ist stark mit Moos und Flechte bewachsen, so daß je nach Farbe Blitzlicht oder Infrarotlicht stark reflektiert wird.
![[Bild: 20080509_1855908901_crw_1927.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1855908901_crw_1927.jpg)
Auch durch die Windkraftanlagen konnten wir die orangen und roten Orbs am Wachholderbusch einfangen.
![[Bild: 20080509_2016040914_crw_1951.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_2016040914_crw_1951.jpg)
![[Bild: 20080509_2088666132_100_5050_heller.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_2088666132_100_5050_heller.jpg)
Mit steigender Luftfeuchtigkeit stellen wir auch fest, daß bei den anderen Investigatoren ein ganzes Feuerwerk an Orbs zu sehen war, wenn diese ein Foto schossen. Wir haben diesen Effekt auch auf Video einfangen können.
![[Bild: 20080509_1562436306_crw_1970.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1562436306_crw_1970.jpg)
Auch die Fledermaus flog ein paarmal durch die Blickfelder der Kameras, was die typischen verwischten fliegenden Nebel auf den Videos von Herrn Günther erzeugte.
Auch Nebelfotos konnten wir ablichten, die durch Blitzlichtreflektionen auf Atemluft hervorgerufen werden. So entstehen zum einen geisterhafte Gestalten, obwohl die Atemluft mit bloßem Auge nicht sichtbar ist.
![[Bild: 20080509_1588109050_100_4980.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1588109050_100_4980.jpg)
![[Bild: 20080509_1520344313_100_5185.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1520344313_100_5185.jpg)
![[Bild: 20080509_1950513904_100_4963.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1950513904_100_4963.jpg)
![[Bild: 20080509_1449079814_dsc02526.jpg]](http://www.paranormal-nord.de/components/com_ponygallery/img_pictures/20080509_1449079814_dsc02526.jpg)
Ende der PU: 22:30 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%
2. Team
Investigatoren: Silke, Jörg, Markus, Max
Beginn der PU: 23:00 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%
Bericht von Jörg:
Direkt in der Ruine stellte ich meine Infrarot-Fotofalle auf und den Camcorder daneben. Die beiden Tore zum "Inneren" der Ruine überwachte ich mit zwei Infrarotlichtschranken, so daß ein Betreten des Bereichs Alarm auslösen würde. Gegenüber des Camcorder legte ich einen EMF Checker auf den Boden so wie einen Bewegungsmelder. In die kleine "Nische" in der gegenüberliegende Mauer der Ruine legte ich ein Diktiergerät und ein Temperatur- und Luftfeuchtelogger.
Vor der Wand, die ich gefilmt hatte, war außerdem noch ein LED-Lichtstrahler aufgebaut, der für die Aufnahmen Licht lieferte.
Auch hier war hohe Luftfeuchtigkeit und die Plastikverpackung der Fotofalle war total mit Wassertröpfchen bedeckt. Vögel sangen sehr sehr laut während unseren gesamten Aufenthaltes an der Ruine.
Der Himmel war später wolkenlos und wir beobachteten Fledermäuse und einige Sternschnuppen am klaren Himmel. Max hatte seine Kamera hinter der Ruine postiert. In der Ruine hatten wir ca 10 Grad gemessen. Die Untersuchung verlief sehr ruhig und wir machten noch ein paar EVP-Versuche in und um die Ruine.
Ende der PU: 00:00 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%
Hier weitere Fotos (Alle aufgehellt, damit man besser was erkennen kann. Zum vergrössern auf das Foto klicken!):
1. Eine Fratze schwebt über dem Fotografen vor der Ruine.
2. Nebel, der aus der Ruine zu kommen scheint. Rechts oben der Ansatz einer "Plasmakugel", leider nicht ganz auf dem Bild.
3. Ein grüner Streifen, verursacht durch eine Verwacklung und ein Kontroll-Licht an einer Cam:
4. Ein gelber Streifen, Ursache unbekannt:
5. Ein Streak zwischen den Bäumen. Ursache ist ein verwackeltes Bild
6. Streak zwischen den Bäumen: Weitere Aufnahme
8. Streak zwischen den Bäumen: Dritte Aufnahme
9. Streak zwischen den Bäumen: Vierte Aufnahme, diesmal noch mit einer schicken Scheibe oben
10. Von solch einer Scheibe haben wir noch eine nierenförmige Aufnahme:
11. Hier folgt eine Plasmakugel dem Ghosthunter Andreas in die Ruine:
12. Alleine in der Ruine fühlt sich die Plasmakugel anscheinend wohler:
13. Vor der Ruine gab es auch Streaks:
14. Und hier "Quantenverschränkungen" durch eine Verwacklung beim Versuch, den Windpark zu fotografieren.
15. Verwacklungen können eine unheilvolle Stimmung erzeugen:
Und hier die Video-Auswertung:
http://www.youtube.com/watch?v=AWYOypKyLPQ
EVP-Material von der Ruine:
Während einer akustischen Überwachung des Inneren der Ruine haben wir 3 EVPs einfangen können:
EVP-1
EVP-2
EVP-3
Das Diktiergerät lag in einer Mauernische im alten Kirchturm.
Selbst wenn wir die Sachen 1:1 nachstellen würden, dann wären hier auch Stimmen, die sagen: "OK, das habt ihr nachgestellt, das beweist auch nix."
Ich hab jetzt zumindest Info bekommen, daß Heiko jetzt mit einer EOS 400D mit dem mitgelieferten EFS-Objektiv fotografiert.
Zitat:he worst aspect is the inner lens tube which wobbles significantly. The fluted front portion of this inner tube is meant for manual focusing - really more a theoretical idea because accurate manual focusing is a nightmare.Kompletter Test: http://www.photozone.de/Reviews/Canon%20...rt--review
(...)
Typical for many APS-C standard zoom the EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS produces very strong barrel distortions at 18mm (~3.2%) changing to very mild (~0.2%) pincushion distortions at 55mm.
(...)
In the middle range the CAs (Anm.: Chromatic aberrations) are quite significant (up to 1.5+ px) but the problem decreases again beyond.
Fazit: "Für den Preis kein schlechtes Billigobjektiv".
Das sollte man im Hinterkopf behalten. Ich hab das auch bei meiner EOS300D dabei gehabt, und nach den ersten enttäuschenden Fotos benutze ich dieses Objektiv nicht mehr, bis auf gestern abend: Da bin ich auf die Idee eines Kollegen eingegangen und hab mit einer Pipette kleine Wassertropfen auf die Linse aufgebracht. Das erzeugt Überstrahlungen und Lichthöfe, ich könnte mir vorstellen, daß ich damit nach einigen Tests diese großen Plasmakugeln bekommen werde.
Der Film oder der Fotosensor "sieht" eben alles, und ein Wassertropfen wirkt wie eine Lupe ("Das Mikroskop entwickelte sich aus der Lupe, die als Linse einen Wassertropfen einsetzte.".
Ich denke, wenn ich einen Orb einfange, was an der Ruine nun nicht unmöglich ist, der durch den Lupeneffekt vergrössert wird, hab ich eine nette Plasmakugel.
Wie man im Video sehen kann (die Reflektion der Taschenlampe in der Luftfeuchtigkeit), gibt es Phänomene, die nur auf Film und Foto sichtbar sind, die sich auch bewegen, verschwinden, wieder auftauchen und Personen "verfolgen" oder scheinen mit Fledermäusen zu interagieren.
Das diese Artefakte das willentlich tun, ist verständliche humane Interpretation der Beobachtung.
Für uns ist diese Sache hiermit geklärt. Um ähnliche Effekte einzufangen, müssen wir nicht nochmal an die Ruine, eine Feuchtwiese in der Nähe tut's auch.
Dann zieh ich mal ein Fazit:
Wir können natürlich die Fotos nicht 1:1 nachstellen, wir wollen hier auch nur Erklärungen anbieten, die aus unserer Sicht auch zu 99,999% zutreffen.
Fakt ist, daß Heiko diese Sachen fotografiert und gefilmt hat, und er wird diese Artefakte auch auf Negativen haben. Das ist unbestritten. Fakt ist für mich aber auch, daß Heiko diese Dinge nicht selbst auslöst, die Größe und Farbe der Objekte vom Aufnahmegerät, Stärke des Blitzgeräts und den äusseren Umständen abhängen. Wer die Videos einmal genau ansieht, wird feststellen, daß z.B. das MDR-Team bei Nieselregen unterwegs ist.
Unsere Sensitiven haben zwar unabhängig voneinander an der Nordwestseite hinter der Ruine etwas bemerkt, aber nicht energetisches. Die Ruine war für die Sensitiven eher uninteressant, "da war ja nix los" war die Aussage. Bis auf das EVP mit dem Seufzen haben wir bisher leider nichts Paranormales in die Suppe zu brocken, keine EMF-Werte, nix.
Regelrecht enttäuscht waren nicht nur ich, sondern jedes Team, das ich mit den Instruktionen von Heiko losgeschickt hatte, wie man die Kugeln am besten auf Fotos einfangen könnte (Galgenberg im Rücken, Blick nach Süden an der Ruine vorbei), daß der Blick sofort auf die Lichtorgel des Windparks fiel. "Da brauch ich ja nur leichten Nebel und unscharf fokussieren!", sagte z.B. Max (studiert Regie und Kamera) nach seiner PU.
Ob Heiko nun dadurch seine DVDs unter die Leute bringen will, kann ich nicht sagen. Ich fürchte, er hat sich da einfach in eine Idee verrannt, ohne die Umstände, unter denen seine Fotos entstanden, weiter in Betracht zu ziehen: Fotos ohne Stativ in der Dämmerung, Fotos bei Nieselregen und hoher Luftfeuchtigkeit, Effekte nur mit Blitz sichtbar, mögliche Lichtquellen durch den Windpark usw usw.
Statt dessen entwickelt er lieber Theorien der Numerologie (ist nur mir aufgefallen, daß 5+5+2+2 Schallöffnungen absolut nicht mit 1070 oder 1069 zu tun haben?), liefert Vermutungen über die gewaltigen Proportionen des Turms (der Turm ist nicht gewaltig, er ist breiter als normal, aber fast jedes Dorf in der Umgebung hat eine romanische Kirche mit einem Turm von ähnlichen Ausmassen (http://www.strasse-der-romanik.net/stati...tion17.htm)), oder sucht quantentheroretische Erklärungen.
Wohin jeder einzelne nun tendiert, soll er aufgrund der "Aktenlage" selbst entscheiden. Für mich ist die Sache erledigt, "Spuk" kann man streichen, übrig bleibt die Ruine Nordhusen.
Wie auch schon andere Leute mal angemerkt haben, fällt bei der DVD zunächst auf, daß da sehr viel mit Zeitlupe gearbeitet wird, und anscheinend auch mit Adobe After Effects oder ähnlicher Post Prodution Software einiges "verbessert" (sag ich mal) wurde.
Es fällt auch auf, daß in den Fernseh- und Zeitungsberichten immer nur die paar Bilder auftauchen, die ich auch von ihm zur Veröffentlichung bekommen habe.
Jetzt, wo er digital fotografiert, schickt er mir immer noch ab und an Fotos, und ich vergleiche die Aufnahmedaten, die ja im EXIF-Block der Fotodatei liegen mit der Wetterstation Hundisburg ab.
Dazu muß ich feststellen: Es wird grundsätzlich geblitzt, und immer liegt zum Aufnahmezeitpunkt die Luftfeuchtigkeit zwischen 80% und 90%, was bedeutet, daß immer ein feiner Nebel in der Luft ist, der mit bloßem Auge nicht sichtbar sein muß, aber unerwartete Reflektionen bei Blitzlicht hervorruft. Meiner Meinung nach ist das beeindruckendste Phänomen, das aber natürlich erklärt werden kann, die Spiegelung der Taschenlampe in der Luft, so daß in der Mitte des Bilds eine "Plasma"-Kugel hin- und hertanzt.
Wir haben 3 EVPs in unserem Material von der Ruine ausgemacht.
1. EVP: Ein (weibliches?) Seufzen, nachdem einer von uns Jungs sagt "Guck mal da oben beim Fenster!". Es waren bei der Untersuchung keine Frauen anwesend.
2. EVP: Eine (weibliche?) Stimme: "Es" oder "Mir" "...ist kalt"
3. EVP: Eine (männliche?) Stimme: "Otto".
Insgesamt haben wir 3 Untersuchungen mit 3 Teams an der Ruine durchgeführt, am 1. Mai von 21:00 bis 22:30, am 1. Mai von 23:00 Uhr bis 00:30 und am 2. Mai von 21:30 bis 01:00 Uhr. Die Bilder sind aus den verschiedenen Untersuchungen zusammengestellt.
Zu den Streaks: Ein Streak (engl. Streif) ist nichts weiteres als ein Lichtstreifen. Auf unseren Fotos wurde der durch nichts weiteres ausgelöst als durch eine Campinglaterne, die auf einem Klapptisch stand. Der Fotograf hat steif und fest behauptet, daß er nicht verwackelt hat. Die Bäume sehen auch nicht verwackelt aus, der Lichtstreifen belehrt uns aber eines Besseren. Die Aufnahmen wurden mit Blitz bei 1/60 Sekunde gemacht, trotzdem der Lichtstreifen. Die Aussagen von Herrn Günther, daß er schon lange fotografiere, aber nie verwackele sind also mit Vorsicht zu betrachten, denn die eigene Wahrnehmung bemerkt nun mal das leichte Zittern der Hand nicht.
Natürlich würde ich gerne die Aufnahmen und auch die Ergebnisse nachstellen, um den Aufnahmen von Heiko nahezukommen. Nur leider scheint es aber auch so zu sein, daß er sich sehr genau aussucht, mit wem er sich trifft, und mit wem nicht. So erklärte er sich nur bereit, nur gemeinsam mit den sensitiven Leuten aus unseren Teams eine Untersuchung bei der Ruine zu machen. Skeptische Leute wie mich, die sich dafür interessieren, was und wie er die Aufnahmen macht, hätte er lieber nicht dabei.
Es sind sehr viele Widersprüche in der ganzen Angelegenheit. Einerseits scheint er Fotograf zu sein, und hat auch Ausstellungen, andererseits kennt er sich in der Materie Fotografie anscheinend wenig aus. Mich macht das alles sehr stutzig, auch seiner Aussage zu dem besagten Canon-Objektiv, welches seiner Meinung nach sehr gut sei, steht eine ganze Usergemeinschaft im DSLR-Forum gegenüber. Von einem ambitionierten Hobbyfotografen sollte man doch eigentlich höhere Ansprüche an die Qualität erwarten können?!
Ich habe von Heiko Günther Original-Videomaterial von der Ruine Nordhusen erhalten, daraus konnte ich nun endlich Rückschlüsse ziehen, wie er fotografiert und filmt, und wie also die Effekte zu Stande kommen.
Somit kann ich sagen: der Fall ist gelöst.
1. Herr Günther filmt und fotografiert gleichzeitig. Er hat in der einen Hand die Videokamera, in der zweiten Hand den Fotoapparat
2. Er fotografiert grundsätzlich mit Blitz
3. Er fotografiert mit Autofocus (Was einen wesentlichen Einfluß auf die Effekte hat!)
Hier die Auswertung des Videos:
Teil 1
Teil 2
Hier gibt es das Video in besserer Qualität im DivX-Format
An der Ruine wurden keine paranormalen Phänomene fotografiert. Alles ist auf natürliche Ursachen im Zusammenspiel mit der Fledermaus, Insekten und Luftfeuchtigkeit im Zusammenspiel des amateurhaften Einsatzes der Fotoausrüstung zu erklären.
Damit ist für mich der Fall geklärt und abgeschlossen.